Papst Franziskus auf Deutsch: „Die Laien sind die Kraft der Kirche

Eine wunderschöne Botschaft für alle (deutschsprachigen) Laien: am Rand der Generalaudienz von diesem Mittwoch sagte Papst Franziskus, erst auf Italienisch und dann mit Nachdruck auf Deutsch, die Laien seien „die Kraft der Kirche“. Wir stellen den Satz als Tondokument zur Verfügung.

Der Papst äußert sich bei einer Begegnung mit Vertretern des deutschsprachigen Fernsehsenders K-TV, die sich zum 20. Jubiläum ihres Senders zu einer Pilgerfahrt nach Rom aufgemacht hatten.

https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-06/papstbrief-synodaler-weg-deutschland-text-franziskus.html

Franziskus betont immer wieder, wie sehr er die Arbeit und die Berufung der Laien schätzt, ohne deren Mithilfe viele Gemeinden und andere kirchliche Wirklichkeiten in ernsthafte Schwierigkeiten gerieten. So lobt der Papst etwa in seinem jüngsten Brief an die Katholiken in Deutschland das Engagement und das Voranschreiten der Gläubigen in Deutschland und erteilt Ratschläge für den bevorstehenden Synodalen Weg.

 

 

Papst in Madagaskar: „Armut ist kein unabänderliches Schicksal“
Es war eine Begegnung nach dem Geschmack von Papst Franziskus: In Madagaskar besuchte er am Sonntagnachmittag eine kleine Stadt für und von Menschen, die früher auf Mülldeponien lebten. „Armut ist kein unabänderliches Schicksal“, sagte der Papst vor den Menschen in Akamasoa, der „Stadt der Freundschaft“, die der slowenisch-argentinische Priester Pedro Opeka gegründet hatte.

Pater Opeka selbst war es, der als Moderator durch die Begegnung führte. 8.000 Menschen, die meisten jung, begrüßten das Kirchenoberhaupt in einer Versammlungshalle mit frenetischem Applaus und Gesängen. 

Ein „herrlicher Ort“ sei diese Stadt, sagte Franziskus, weil sie zeige, dass Gott den Schrei der Armen höre. In Akamasoa habe sich dieser Schrei der Armen in Lieder der Hoffnung verwandelt. „Jede Ecke in diesen Wohnvierteln, jede Schule oder Krankenstation ist ein Gesang der Hoffnung, der jedem Fatalismus entgegentritt“, so der Papst.

08 September 2019

 

 

 

Franziskus: „Welt immer grausamer gegenüber Migranten"
Papst Franziskus wirft reichen Ländern Heuchelei im Umgang mit Migration vor. Der Erlös aus dem Verkauf von Waffen für Kriege in armen Ländern fließe in Regionen, die dann die Aufnahme von Flüchtlingen aus ebendiesen Kriegsländern verweigerten, sagte der Papst Franziskus in einer Videobotschaft.

Samstag.  20. 07. 

 

 

Angelusgebet 2019-06-29  Er spricht von Petrus und Paul

 

 

 

 

 

Der katholische Kinderschutz-Experte Hans Zollner verteidigt die Rede von Papst Franziskus auf dem Anti-Missbrauchs-Gipfel im Vatikan Ende Februar. Das Interesse des Papstes an diesem Thema sei echt, sagte der deutsche Jesuit am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin.

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„Ich glaube, dass der Papst schon von Anfang an das Interesse auf dieses Thema gelenkt hat. Schon in seiner ersten Audienz hat er begonnen, über dieses Thema zu reden; 2014 hat er dann die Päpstliche Kinderschutzkommission eingerichtet und ihr den Auftrag gegeben, alles zu tun, was möglich ist, damit in der Kirche Kinder und Jugendliche sicher aufwachsen können.“

Franziskus hatte zum Abschluss der Kinderschutz-Konferenz geäußert, sexueller Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen durch Kirchenleute sei „der gegenwärtige Ausdruck des Geistes des Bösen“. Wörtlich erklärte der Papst: „In diesen schmerzlichen Fällen sehe ich die Hand des Bösen, die nicht einmal die Unschuld der Kleinen verschont… Dahinter steckt der Teufel.“ Das hatte hier und da den Vorwurf laut werden lassen, der Papst versuche die Schwere des Verbrechens zu relativieren. Zollner sieht das nicht so:

“ Er hat den Finger auf die Wunde gelegt ”

„Er hat den Finger auf die Wunde gelegt, dass es hier auch um eine spirituelle Dimension geht, die natürlich für Menschen, die keinen Zugang zum Glauben haben, schwer verständlich ist… Aber für ihn ist das auch eine wichtige Dimension. Allerdings hat er auch gesagt, dass es um Verantwortung und Rechenschaftspflicht aller kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht, besonders der Träger von Verantwortung.“

Zum Nachhören
Hans Zollner gehörte zu den Organisatoren der Kinderschutz-Konferenz im Vatikan; er leitet ein Zentrum für Kinderschutz an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Im ZDF bekräftigte der Jesuit, Papst Franziskus lasse es im Kampf gegen Missbrauch nicht an Entschlossenheit fehlen.

“ Es wird wichtig sein, dass er mit dem weitermacht, was er angekündigt hat ”

„Er hat sich in anderen Zusammenhängen sehr klar und eindeutig geäußert. Er hat mehrfach gesagt, dass wir eine Null-Toleranz-Politik haben müssen, dass also Priester, die sich an Kindern vergangen haben, nicht mehr in den priesterlichen Dienst zurückkehren können! Es wird sicher wichtig sein, dass er mit dem weitermacht, was er angekündigt hat: dass die Gesetze verschärft werden, aber dass wir auch auf eine Veränderung der Einstellung hinarbeiten. Denn bei allen Normen, bei allen Worten braucht es auch einen Einsatz, eine Motivation, die nur aus dem Herzen kommen kann.“

Vor der Konferenz hatte Zollner die Hoffnung geäußert, dass sich aus ihr eine „Lawine“ ergeben könnte, ein Quantensprung im kirchlichen Umgang mit Missbrauchsskandalen. Aus seiner Sicht hat die Konferenz seine Hoffnung eingelöst.

Lawine ist tatsächlich losgegangen, findet Zollner


„Nach all dem, was ich aus der ganzen Welt höre, ist es tatsächlich so, dass wir von einem weltkirchlich gesehen niedrigen Niveau zu einem viel größeren Bewusstsein gekommen sind. Die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und Leiter der großen Ordensgemeinschaften, die hier waren, sind nach Hause gefahren und haben eine andere Botschaft mitgebracht: Wir müssen konzentriert und konsistent in unserem Verantwortungsbereich das tun, was im Kirchenrecht steht, was das staatliche Recht fordert, und wir müssen als Kirche unseren Auftrag erfüllen! Diese Botschaft ist angekommen, und sie ist weltweit so angekommen, dass ich glaube, dass die Lawine tatsächlich losgegangen ist.“

Auf die Frage, was denn jetzt in den einzelnen Ortskirchen konkret getan werde bzw. getan werden solle, sagte Zollner:
„In jeder Bischofskonferenz muss man die Leitlinien festschreiben bzw. überarbeiten; dann erklären, wie in kirchlichen Institutionen jeder Art (Krankenhäuser, Kindergärten, kirchliche Schulen) Leute ausgebildet werden müssen, die dort Verantwortung tragen; und Familien unterstützen, damit sie wissen, wie man mit Missbrauchsverdacht umgeht und an wen sie sich wenden können. Das Zweite ist, dass man die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich schult: Das passiert in vielen Teilen der Welt heute schon.“

(zdf/vatican news – sk)



29/03/2019
Gegen Missbrauch: „Der Papst macht Ernst“
APOSTOLISCHES SCHREIBEN
IN FORM EINES »MOTU PROPRIO« VON PAPST FRANZISKUS
ÜBER DEN SCHUTZ VON MINDERJÄHRIGEN UND GEFÄHRDETEN PERSONEN

Der Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Personen ist ein integraler Bestandteil der Botschaft des Evangeliums, zu dessen Verbreitung auf der ganzen Welt die Kirche und alle ihre Glieder berufen sind. Tatsächlich hat uns Christus selbst die Fürsorge und den Schutz der Geringsten und Wehrlosen anvertraut: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf“. (Mt 18,5). Deshalb haben wir alle die Pflicht, Kinder und gefährdete Menschen großzügig aufzunehmen und ein sicheres Umfeld für sie zu schaffen, wobei vorrangig ihre Interessen zu beachten sind. Dies erfordert eine kontinuierliche und tiefe Umkehr, in der die persönliche Heiligkeit und der moralische Einsatz dazu beitragen können, die Glaubwürdigkeit der Verkündigung des Evangeliums zu fördern und den Erziehungsauftrag der Kirche zu erneuern.

Ich möchte daher den institutionellen und normativen Rahmen für die Prävention und Bekämpfung des Missbrauchs von Kindern und gefährdeten Personen weiter stärken, damit in der Römischen Kurie und im Staat Vatikanstadt:

- eine Gemeinschaft bewahrt wird, die die Rechte und Bedürfnisse von Kindern und schutzbedürftigen Personen respektiert und sich ihrer bewusst ist, und die darauf bedacht ist, alle Formen von physischer oder psychischer Gewalt oder Missbrauch, Vernachlässigung, Fahrlässigkeit, Misshandlung oder Ausbeutung zu verhindern, die sowohl in zwischenmenschlichen Beziehungen als auch an Strukturen oder gemeinschaftlich genutzten Orten auftreten können;
- in allen das Bewusstsein für die Pflicht reift, Verstöße den zuständigen Behörden zu melden und mit ihnen bei den Präventions- und Kontrollmaßnahmen zusammenzuarbeiten;
- jeder Missbrauch oder Misshandlung von Kindern oder schutzbedürftigen Personen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen wirksam verfolgt wird;
- denjenigen, die aussagen, Opfer von Ausbeutung, sexuellem Missbrauch oder Misshandlung geworden zu sein, sowie ihren Familien das Recht zugestanden wird, empfangen, angehört und begleitet zu werden;
- den Opfern und ihren Familien angemessene Seelsorge sowie sachgemäße geistliche, medizinische, psychologische und rechtliche Unterstützung angeboten wird;
- sia garantito agli imputati il diritto a un processo equo e imparziale, nel rispetto della presunzione di innocenza, nonché dei principi di legalità e di proporzionalità fra il reato e la pena;
- den Angeklagten das Recht auf ein faires und unparteiisches Verfahren garantiert wird, unter gebührender Berücksichtigung der Unschuldsvermutung und der Grundsätze der Rechtmäßigkeit und Verhältnismäßigkeit zwischen Straftat und Strafe;
- der Verurteilte von seinen Pflichten wegen Missbrauchs eines Kindes oder einer schutzbedürftigen Person entbunden wird und gleichzeitig angemessene Unterstützung für die psychologische und spirituelle Rehabilitation erhält, auch zum Zweck der sozialen Wiedereingliederung;
- alles Mögliche unternommen wird, um den guten Ruf derjenigen wiederherzustellen, die zu Unrecht beschuldigt wurden;
- eine angemessene Weiterbildung zum Schutz von Minderjährigen und gefährdeten Personen angeboten wird.

Deshalb verfüge ich mit diesem Schreiben, dass:

1. Die zuständigen Justizbehörden des Staates der Vatikanstadt auch die Strafgerichtsbarkeit in Bezug auf die in den Artikeln 1 und 3 des Gesetzes Nr. CCXCVII vom 26. März 2019 über den Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Personen genannten Straftaten ausüben, die von den in Punkt 3 des Motu Proprio „In der heutigen Zeit“ vom 11. Juli 2013 genannten Personen in Ausübung ihrer Funktionen begangen wurden.

2. Unter Ausnahme des Beichtgeheimnisses sind die in Nummer 3 des Motu Proprio „In der heutigen Zeit“ vom 11. Juli 2013 genannten Personen verpflichtet, unverzüglich eine Anzeige beim Gericht des Staates Vatikanstadt einzureichen, wenn sie in Ausübung ihrer Funktionen Kenntnis erlangen oder mit gutem Grund annehmen, dass ein Kind oder eine schutzbedürftige Person Opfer einer der in Artikel 1 des Gesetzes Nr. CCXCVII genannten Straftaten ist, wenn sie, auch wechselweise, begangen werden:

 i. auf dem Hoheitsgebiet des Staates;
 ii. zum Schaden der Staatsangehörigen oder Einwohner des Staates;
 iii. im Rahmen der Ausübung ihrer Aufgaben durch Staatsbeamte oder durch die in Nummer 3 des Motu Proprio „In der heutigen Zeit“ vom 11. Juli 2013 genannten Personen.

3. Den Personen, die durch die in Artikel 1 des Gesetzes Nr. CCXCVII genannten Straftaten geschädigt werden, werden über den von der Direktion für Gesundheit und Hygiene des Gouvernatorats des Staates der Vatikanstadt verwalteten Begleitdienst geistliche, medizinische und soziale Unterstützung, einschließlich therapeutischer und psychologischer Soforthilfe, sowie nützliche Informationen rechtlicher Art angeboten.

4. Das Amt für Arbeitsangelegenheiten des Apostolischen Stuhls organisiert in Zusammenarbeit mit dem Begleitdienst der Direktion für Gesundheit und Hygiene Fortbildungsprogramme für das Personal der Römischen Kurie und mit dem Heiligen Stuhl verbundene Institutionen über die Risiken der Ausbeutung, des sexuellen Missbrauchs und der Misshandlung von Kindern und schutzbedürftigen Personen sowie über die Mittel zur Identifizierung und Verhütung solcher Straftaten und über die Meldepflicht.

5. Bei der Auswahl und Anstellung von Personal für die Römische Kurie und mit dem Heiligen Stuhl verbundene Institutionen sowie von Personen, die auf freiwilliger Basis mit ihnen zusammenarbeiten, muss die Eignung des Bewerbers zu einer Interaktion mit Minderjährigen und schutzbedürftigen Personen festgestellt werden.

6. Die Dikasterien der Römischen Kurie und die mit dem Heiligen Stuhl verbundenen Institutionen, zu denen Minderjährige oder schutzbedürftige Personen Zugang haben, verabschieden mit Unterstützung des Begleitdienstes der Direktion für Gesundheit und Hygiene Handlungsempfehlungen und Leitlinien zu ihrem Schutz.

Ich verfüge, dass dieses Apostolische Schreiben in Form eines "Motu Proprio" durch Veröffentlichung im L'Osservatore Romano promulgiert und anschließend in die Acta Apostolicae Sedis aufgenommen wird.

Ich bestimme, dass das, was festgesetzt wurde, ab dem 1. Juni 2019 vollumfänglich in Kraft treten soll. Alle damit unvereinbaren Bestimmungen werden aufgehoben.

Gegeben in Rom beim Petersdom am 26. März 2019, dem siebten Jahr des Pontifikats.

(vatican news)

 


Papst am Aschermittwoch: „Befreien wir uns vom Wunsch nach immer mehr"

Papst Franziskus hat zum Beginn der Fastenzeit vor einer Fixierung auf vergängliche Dinge gewarnt. „Äußeres Erscheinungsbild, Geld, Karriere Hobby: Wenn wir für diese Dinge leben, werden sie zu Götzen, die uns benutzen, zu Sirenen, die uns verzaubern und uns dann abdriften lassen“, sagte das Kirchenoberhaupt in der Messe am Aschermittwoch in der Basilika Santa Sabina.
 

Wie jedes Jahr beging der Papst den Beginn der Fastenzeit mit einer Bußprozession und einem Gottesdienst in der frühchristlichen Kirche der Dominikaner auf dem Aventin-Hügel. Nach einem kurzen Gebet in der Benediktinerkirche Sant'Anselmo zog er unter dem feierlichen Gesang der Heiligenlitanei mit Kardinälen, Bischöfen und Ordensleuten zur nahegelegenen Basilika Santa Sabina. Bei der Messe teilte Franziskus das Aschenkreuz aus, das an die Vergänglichkeit alles Irdischen erinnert.

Die Fastenzeit ist „ein Wecker für die Seele“, sagte der Papst in der Predigt. Es gehe um Umkehr, darum, „den Kurs des Lebens wiederzufinden”. Das Aschenkreuz gebe die Richtung vor, es sei „ein Zeichen, das uns darüber nachdenken lässt, was in unseren Köpfen ist“. Die Asche auf dem Haupt „möchte uns taktvoll, aber ehrlich sagen: von vielen Dingen, die du im Sinn hast, hinter denen du jeden Tag herläufst und die dir Sorgen machen, wird nichts übrigbleiben.“ Besitz, Macht, Erfolg: alles vergängliche Ziele. Fastenzeit aber bedeute „wiederzuentdecken, dass wir für das Feuer geschaffen sind, das immer weiter brennt, nicht für die Asche, die sofort verglüht; für Gott sind wir geschaffen, nicht für die Welt; für die Ewigkeit des Himmels, nicht für den trügerischen Schein des Irdischen; zur Freiheit der Kinder Gottes, nicht zu einer Versklavung durch die Dinge.“

“ Dinge, die dazu da sind, dass man sich ihrer bedient, werden zu Dingen, denen man dienen muss ”

Almosen, Gebet, Fasten - die drei Schritte der Fastenzeit führen zurück zum Wesentlichen und Unvergänglichen, fuhr der Papst fort. „Das Gebet verbindet uns wieder mit Gott, die Liebe mit unserem Nächsten, das Fasten mit uns selbst.“ Gott, die Brüder und Schwestern, das eigene Leben – sie enden „nicht im Nichts; in sie sollten wir investieren“.

Franziskus verglich das menschliche Herz mit einer Kompassnadel. Wer sich von rein irdischen Dingen anziehen lasse, werde von ihnen früher oder später beherrscht. „Die Dinge, die dazu da sind, dass man sich ihrer bedient, werden zu Dingen, denen man dienen muss. Äußeres Erscheinungsbild, Geld, Karriere, Hobby: Wenn wir für diese Dinge leben, werden sie zu Götzen, die uns benutzen, zu Sirenen, die uns verzaubern und uns dann abdriften lassen.” Und weiter: „Wir müssen uns von den Tentakeln des Konsumismus und von den Schlingen des Egoismus befreien, vom Wunsch nach immer mehr, von der ständigen Unzufriedenheit, von einem Herzen, das sich der Not der Armen verschließt.“

“ Die Fastenzeit ist eine Gnadenzeit, die das Herz von Eitelkeiten befreien möchte ”

Nur das Unvergängliche mache frei, so der Papst. „Die Fastenzeit ist eine Gnadenzeit, die das Herz von Eitelkeiten befreien möchte. Sie ist eine Zeit der Genesung von den Abhängigkeiten, die uns verführen. Sie ist eine Zeit, die den Blick auf das lenken möchte, was bleibt.“

In der Fastenzeit sollen Christen auf den Gekreuzigten schauen, empfahl Franziskus. Jesus lehre „vom Kreuz her den starken Mut zur Entsagung“. So zu leben, wie er es verlangt, sei schwierig, führe aber zum Ziel. „Das zeigt uns die Fastenzeit. Sie beginnt mit der Asche, führt uns aber schließlich zum Feuer der Osternacht; zur Entdeckung, dass der Leib Jesu im Grab nicht zu Asche wird, sondern glorreich aufersteht.” Das gelte auch für seine Nachfolger, die das unvergängliche Leben haben werden, wenn sie umkehren.

Auftakt zum Fastenzeit-Programm für den Papst
 

Für den Papst beginnt mit der traditionellen Liturgie auf dem Aventin das fastenzeitliche Programm bis Ostern, das ab Palmsonntag gewohnt dicht ist. Zunächst hält Franziskus von 10. bis 15. März gemeinsam mit leitenden vatikanischen Mitarbeitern die Fastenexerzitien. Sie finden wie seit Beginn des Bergoglio-Pontifikates im kirchlichen Gästehaus „Casa Divin Maestro” in dem Städtchen Ariccia südöstlich von Rom statt. In diesem Jahr hat der Papst den Benediktiner Bernardo Gianni, Abt von San Miniato al Monte in Florenz, als Exerzitienmeister ausgewählt.

 


"Gott wird antworten"
Beten hat nach Worten von Papst Franziskus immer eine verändernde Kraft:
"Wenn es nicht die Dinge um uns herum verändert, ändern wenigstens wir uns selbst, es verändert unser Herz", sagte er bei seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. 

In seiner Ansprache ermutigte Franziskus zu Beharrlichkeit im Gebet: "Es gibt keine größere Gewissheit: Die Sehnsucht nach Glück, die wir alle im Herzen tragen, wird sich eines Tages erfüllen", sagte er.

Bei Gott verhalle kein Gebet ungehört, sagte der Papst. "Er ist Vater, und er vergisst nicht seine Kinder, die leiden." Auch wenn Bitten nicht erfüllt würden, rate Jesus, "hartnäckig zu bleiben und sich nicht geschlagen zu geben", so Franziskus.

Gläubige könnten sicher sein, dass Gott antwortet. "Vielleicht müssen wir das ganze Leben lang beharren, aber er wird antworten", sagte der Papst.

(KNA)

Weiteres können sie Unter Radio Vatikan - Vatican News lesen!

Hier noch ein Link zur Bischofkonferenz

 

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