Katholische Kirchen der Kirchengemeide St. Peter und Laurentius

 Maria im Maien


 

 

 

 

In dieser Reihe über die Kirchen in Kettwig / Mintard berichten wir über die geschichtliche Entwicklung und deren heutige Nutzung.

Die Wallfahrts- und Hochzeitskapelle "Maria im Maien" ist idyllisch gelegen in Kettwig auf der Höhe, im kleinen Weiler Pierburg. Seit dem Bau von St. Matthias finden hier keine regelmäßigen Gottesdienste mehr statt. So wird sie aber häufig für besondere Andachten der Gemeinde genutzt. Einige Pfarrgemeinden aus dem Bistum Essen pilgern alljährlich zur schön gelegenen Kapelle. Auch für Hochzeiten kann sie gebucht werden.

Nach 75 Jahren - 1932 / 2007 - feierte die Gemeinde eine Maiandacht mit dem Bischof von Essen, Dr. Felix Genn.

 

 

Im Folgenden finden Sie die Geschichte dieser schönen Kapelle:
04.08.1929
Gründungsversammlung des Kapellenbauvereins Pierburg auf dem Hof Kammesheidt.

31.05.1930
Regierungsbaumeister Emil Jung, Essen-Bredeney, und seine Frau überschreiben der Kirchengemeinde St. Peter, Kettwig, notariell ein Grundstück von 2,63 ar Größe an der Pierburg zur Errichtung einer Kapelle.

06.03.1931
Die von Regierungsbaumeister Jung angefertigten Pläne für eine Kapelle werden vom Erzbischöflichen Generalvikariat nicht genehmigt, „weil die gewählte Form eines Rundbaues eine später notwendige Erweiterung unmöglich macht".
Pfarrer Heimbach weist sofort auf die Bedeutung der Kapelle hin und betont, daß eine Erweiterung doch möglich sei.

29.06.1931
Fest Peter und Paul. Nach der Genehmigung für den Baubeginn wird am Tage des Patronatsfestes der Gemeinde der Grundstein gelegt.

23.08.1931
In allen Pfarreien des Erzbistums Köln wird eine Kollekte für den Bau der Kapelle „Maria im Maien" gehalten.

03.09.1931
Fest Maria Geburt. Die neue Glocke für die Kapelle „Maria im Maien" von der Glockengießerei Petit & Edelbrock, Gescher/Westfalen, wird  geweiht und dann zum Kapellenplatz geleitet.

1932
Frau Julia Thyssen schenkt der Kapelle eine Marienstatue aus dem Jahre 1460.

22.05.1932
Segnung der Kapelle durch Dechant August Oster, Essen-Steele, in Anwesenheit von Pfarrer Heinrich Melcher, der den Anstoß zum Kapellenbau gegeben hatte (jetzt St. Bonifatius, Essen-Huttrop).

1938
Kardinal Karl Josef Schulte besucht die Kapelle, hält eine Ansprache und lobt die Kapelle wegen der Schönheit  ihrer Lage.

1940
Die Prozession zur Bittwoche von der Pfarrkirche zur Kapelle „Maria im Maien" wurde wegen „Fliegergefahr" durch die Polizei verboten.

14.05.1942
Mit den anderen Glocken der Gemeinde muss auch die Glocke der Kapelle  „Maria im Maien" als „Kriegsmaterial" abgegeben werden.

8.11.1951
Im Schutze der Dunkelheit werden die Dachrinnen und Abfallrohre aus Kupfer von der Kapelle  gestohlen.  Eine Renovierung wird immer notwendiger.

7.05.1953
Glockenweihe für neue Glocken (Stahlguß beim Bochumer Verein), auch für „Maria im Maien". Wie ihre im Zweiten Weltkrieg zerstörte Vorgängerin erklingt sie wieder im Tone C.

18.10.1956
Der Kirchenvorstand beschließt, die Kapelle gründlich zu überholen.

3.02.1975
Erster Spatenstich für das neue Gemeindezentrum im Neubaugebiet Kettwig Auf der Höhe.

02.07.1977
Weihe der St.-Matthias-Kirche, Auf der Höhe, durch Weihbischof Dr. Hubert Luthe.  Von diesem Tag an finden keine regelmäßigen Sonntagsgottesdienste mehr in der Kapelle "Maria im Maien" statt.

19.03.1982
Neue Grundsteinlegung in der Kapelle mit weiterer Urkunde über die zweite gründliche Restaurierung der Kapelle im Jahre 1982

06.06.1982
Feier des 50jährigen Bestehens der Kapelle "Maria im Maien"

13.05.2007
nach 75 Jahren - 1932 / 2007 feierte die Gemeinde eine
Maiandacht mit dem Bischof von Essen, Dr. Felix Genn

Seit 2010 wird die Kapelle für Hochzeiten so wie für die Maiandachten im Monat Mai genutzt. Gerne kommen auch Wanderer hier vorbei und schauen sich die wunderschöne neu gestrichene Kapelle an