Papst Franziskus

                 

Der Vatikan hat eine Aussage des Papstes über Missbrauch von Ordensfrauen präzisiert. Mit seiner Wortwahl von "sexueller Sklaverei" als Grund für die Auflösung einer religiösen Frauengemeinschaft habe Franziskus "'Manipulation' in Form von Machtmissbrauch" gemeint, "der sich auch in sexuellem Missbrauch zeigt", heißt es in einer Erklärung der vatikanischen Pressestelle (Mittwoch). Franziskus habe sich dabei auf die "Johannes-Gemeinschaft" (Congregation Saint-Jean) bezogen, bestätigte der kommissarische Vatikansprecher Alessandro Gisotti der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

In seiner Antwort auf eine entsprechende Frage beim Rückflug von Abu Dhabi hatte der Papst am Dienstag gesagt, dass es in der katholischen Kirche auch Missbrauch von Ordensfrauen durch Kleriker gebe. Dabei erwähnte er, dass unter anderem eine Gemeinschaft aufgelöst worden sei, in der sexuelle Übergriffe von Frauen durch Priester "einen gewissen Umfang" erreicht hätten. Es habe dort regelrechte "Sklaverei gegeben bis hin zu sexueller Sklaverei durch Kleriker".

Der von dem französischen Dominikaner Marie-Dominique Philippe 1975 gegründeten und 1986 kirchenrechtlich anerkannten Gemeinschaft wurde unter anderem vorgeworfen, moralischen Druck auf Mitglieder ausgeübt zu haben. So sei Mitgliedern etwa der Kontakt zu ihren Eltern untersagt worden.

Einige Zeit nach dem Tod des Gründers 2006 spaltete sich eine Schwesterngemeinschaft ab, die die neue, vom verantwortlichen Bischof ernannte Leitung ablehnte. Diese Splittergruppe der "Congregation Saint Jean" löste Papst Benedikt XVI. im Januar 2013 auf. Darauf bezog sich Papst Franziskus am Dienstag in seiner Pressekonferenz. (KNA)

                   

 

 

 

"Gott wird antworten"
Beten hat nach Worten von Papst Franziskus immer eine verändernde Kraft:
"Wenn es nicht die Dinge um uns herum verändert, ändern wenigstens wir uns selbst, es verändert unser Herz", sagte er bei seiner Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. 

In seiner Ansprache ermutigte Franziskus zu Beharrlichkeit im Gebet: "Es gibt keine größere Gewissheit: Die Sehnsucht nach Glück, die wir alle im Herzen tragen, wird sich eines Tages erfüllen", sagte er.

Bei Gott verhalle kein Gebet ungehört, sagte der Papst. "Er ist Vater, und er vergisst nicht seine Kinder, die leiden." Auch wenn Bitten nicht erfüllt würden, rate Jesus, "hartnäckig zu bleiben und sich nicht geschlagen zu geben", so Franziskus.

Gläubige könnten sicher sein, dass Gott antwortet. "Vielleicht müssen wir das ganze Leben lang beharren, aber er wird antworten", sagte der Papst.

(KNA)

 

 

 

03.12.2018

Papst ruft zu Besinnung auf Bedeutung von Weihnachten auf"Es wurde kein Baum, sondern Jesus geboren"

Zur Adventszeit ruft Papst Franziskus zu Besinnung auf die wahre Bedeutung von Weihnachten auf. Ein Weihnachtsbaum sei "sicher ein sehr schönes Zeichen", aber nicht das Zentrum des christlichen Hochfests, betonte er im Vatikan.

Es gehe nicht um die "Geburt eines Weihnachtsbaums", sondern um die Geburt Jesu, zitiert das Portal "Vatican News" aus der Predigt des Papstes bei der Morgenmesse an diesem Montag.

Beim Weihnachtsfest bestehe immer die Gefahr der Verweltlichung: "Einkaufen, Geschenke machen, dies und jenes ..., und der Herr wird vergessen", so Franziskus. Der Advent sei eine Zeit der Reinigung und der Wiederbesinnung darauf, dass in Bethlehem der Herr und Retter geboren wurde.

Papst ruft im Advent zur Hilfe für Notleidende auf

Am ersten Adventssonntag hatte Papst Franziskus bereits zur Hilfe für Notleidende im Advent aufgerufen. Christen sollten sich auf die Wiederkunft Christi mit "konsequenten und mutigen Entscheidungen" vorbereiten, sagte er beim Mittagsgebet am Sonntag in Rom. Die folgenden Wochen seien eine Zeit, um gewohnte Lebensformen zu verlassen und "Hoffnungen und Träumen für eine neue Zukunft" Raum zu geben.

Der Papst wandte sich gegen einen egozentrischen Lebensstil und die Hektik der Tage. "Dies ist die Zeit, dass wir unser Herz öffnen und uns konkret fragen, wie und für wen wir leben", sagte Franziskus. Wer an Weihnachten nur an Konsum und Geschenke denke, verpasse Jesus.

Auch Christen drohten zu verweltlichen und ihre Identität zu verlieren, so der Papst.

Papst entzündet im Advent Kerze für Syrien

Zum Beginn des Advent hat Papst Franziskus für Syrien gebetet und eine Kerze für den Frieden entzündet. Der Advent sei eine Zeit der Hoffnung, betonte er beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz weiter. Wörtlich sagte Franziskus: "Herr, vergib denen, die Krieg führen, die Waffen machen, um sich zu vernichten, und bekehre ihr Herz."

Der Papst schloss sich damit einer Initiative des katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" an, nach der syrische Kinder und Gläubige in aller Welt am Sonntagmittag eine Kerze anzünden sollten, um ein Zeichen gegen den seit fast acht Jahren währenden Krieg in Syrien zu setzen. Franziskus sagte, es seien "kleine Flammen der Hoffnung", die das Dunkel des Krieges vertreiben sollten.

Zugleich rief er zur Hilfe für Christen im Nahen Osten auf. Sie müssten als "Zeugen der Barmherzigkeit, der Vergebung und der Versöhnung" in der Region bleiben können. Auch mit Blick auf andere Konfliktregionen betete der Papst, Gott solle "jedes Gewissen anrühren für ein aufrichtiges Engagement für den Frieden".

(KNA)

 

 

 

25.06.2018

 
Papst mahnt Wissenschaftler zu umfassender Bioethik

Die Heiligkeit jedes Lebens
Papst Franziskus hat die Biowissenschaften an die Würde des menschlichen Lebens in allen Phasen erinnert. Es genügten weder rein rechtliche Regelungen noch technische Hilfen allein, um das Leben auch in schwierigsten Umständen zu schützen.

Bioethik müsse menschliches Leben von der Empfängnis bis zum Tod ebenso berücksichtigen wie die sozialen und ökologischen Zusammenhänge, in denen es stehe, sagte der Papst am Montag vor Teilnehmern eines bioethischen Kongresses im Vatikan. Daher brauche es ebenso "eine angemessene Unterstützung durch verantwortliche menschliche Nähe", betonte Franziskus.

Er wünsche sich eine "Konversion zu einer zeitgemäßen ganzheitlichen menschlichen Ökologie", wie er sie in seiner Enzyklika "Laudato si" dargelegt habe, so der Papst. Dazu gehöre die Überzeugung, dass alles in der Welt miteinander verbunden sei und das menschliche Leben sich Gott verdanke und in ihm sein Ziel habe.

Gesundheit, Schwangerschaft, wirtschaftliche Ungleichheit

Franziskus verlangte weiter eine "genaue Unterscheidung der komplexen fundamentalen Unterschiede menschlichen Lebens". Dies gelte für "Mann und Frau, Vaterschaft und Mutterschaft, Kindschaft und Geschwisterlichkeit" ebenso wie der jeweiligen gesellschaftlichen Zugehörigkeit sowie allen Altersphasen. Ebenso bekräftigte der Papst die Heiligkeit jedes Lebens, des noch ungeborenen, wie das "des Armen, der schon geboren ist".

An diesem Montag beginnt im Vatikan eine dreitägige Konferenz der Päpstlichen Akademie für das Leben über Bioethik. Das Treffen von rund 300 Experten ist zugleich die 24. Vollversammlung der Akademie und steht unter dem Thema "Equal beginnings. But then? A global responsibility". Dabei geht es unter anderem um Fragen vorgeburtlicher Gesundheit und Schwangerschaft, wirtschaftliche Ungleichheit bei der Geburt, Migration und Pränataldiagnostik.

 


 

Lesen Sie Hier sein Schreiben  Enciclica-laudato-si_ge

 

Gott liebt als Vater und als Mutter
Der Herr ist treu, er vergisst keines seiner Kinder – er liebt wie eine Mutter: daran hat Papst Franziskus in der Frühmesse an diesem Donnerstag erinnert. „Ewig denkt er an seinen Bund“, heißt es im Antwortpsalm der Liturgie, und die Lesung spricht von dem treuen Bund Gottes mit Abraham und seinen Nachkommen „Generation um Generation“. (22.3.2018)

 

 

 

 

    Apostolisches Schreiben 
Nachsynodales 
AMORIS LAETITIA
der Heilige Vater 
FRANCIS
AN DIE BISCHÖFE 
Priester und Diakone 
Ordensmänner und -frauen 
der Hochzeit CHRISTEN 
UND ALLE LAY FAITHFUL 
ÜBER DIE LIEBE IN DER FAMILIE

 

Beten wir für unseren Heiligen Vater der sich aufgemacht hat in das Krisengebiet von Myanmar zu fahren, um den Menschen den Glauben an Frieden zusenden!